Heilerziehungspfleger/Heilerziehungspflegerin

Berufsfeld

Heilerziehungspflegerin/Heilerziehungspfleger

Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger sind sozialpädagogisch -heilpädagogisch und pflegerisch ausgebildete Fachkräfte. Ihre Kompetenzen basieren auf einem fundierten, differenzierten Wissen über Bedürfnisse und Fähigkeiten von Menschen mit Assistenzbedarf. Sie stehen ein für die Würde und Selbstbestimmung des Menschen mit Unterstützungsbedarf und praktizieren das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe in allen Lebensbereichen.

 

Eingangsvoraussetzungen:

In die Fachschule Heilerziehungspflege kann aufgenommen werden, wer ...

  • den Sekundarabschluss I – Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss und

          den erfolgreichen Besuch der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege – mit dem Schwerpunkt persönliche Assistenz oder

          eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung aufweist oder

  • eine Hochschulzugangsberechtigung besitzt und ein für die Fachrichtung einschlägiges Praktikum im Umfang von 400 Zeitstunden abgeleistet hat.

Sie benötigen auch Nachweise...

  • der persönlichen Zuverlässigkeit (Erweitertes Führungszeugnis §30a BZRG) sowie der gesundheitlichen Eignung.

Die Vordrucke für die Beantragung des Führungszeugnisses sowie für den Nachweis des Immunschutzes erhalten Sie bei Zusage des Schulplatzes.

 

Dauer: 3 Jahre

Abschlüsse und Berechtigungen:

Die erfolgreiche Abschlussprüfung berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin” / „Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger“.

Darüber hinaus wird mit dem Abschlusszeugnis die Fachhochschulreife bescheinigt.

 

Organisation der Ausbildung:

Die Fachschule Heilerziehungspflege wird in einer in „dualen Form“ geführt. Der Unterricht an der Conerus-Schule findet durchgängig in allen drei Ausbildungsjahren an drei Tagen in der Woche statt. 

Der Unterricht ist modularisiert und projektorientiert.

Die praktische Ausbildung absolvieren die Auszubildenden an zwei Tagen in der Woche in Einrichtungen der Behindertenhilfe. An diesen beiden Tagen müssen ca. 12 Stunden abgeleistet werden.

Im Rahmen des optionalen Lernangebotes bieten wir Unterstützte Kommunikation, Hauswirtschaft, Musik und Umweltbildung an.

 

Abschlussprüfung:

Am Ende der Ausbildung werden vier schriftliche Prüfungen und eine praktische Prüfung abgelegt.

 

Arbeitsfelder:

  • Wohnheime/Wohnassistenz
  • Förderstätten
  • Frühfördereinrichtungen
  • Integrative Kindergärten
  • Tagesbildungsstätten
  • Förderschulen
  • Psychiatrische Einrichtungen
  • Schulen mit Inklusionsklassen
  • Werkstätten

 

Aufwendungen/Förderung:

Ein Schulgeld wird nicht erhoben.

Kosten entstehen u.a. für Schulbücher (Leihverfahren), Unterrichtsmaterial und Exkursionen.

Die Berufsausbildung wird nach den Bestimmungen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) gefördert.

Auskünfte über Fördermöglichkeiten erteilen die BAföG-Ämter oder die Agentur für Arbeit.

 

Weiterbildungsmöglichkeiten:

Studium der Heilpädagogik, Pflegewissenschaft, Rehabilitations- und Sonderpädagogik, Soziale Arbeit.

 

Ansprechpartnerin: Elke Völker (STDin, Abteilungsleiterin)

 

 

Flyer